Die Sammelwut der Internetfirmen

Kurioses aus dem Netz

Bekannte Internetfirmen gönnen sich reichlich – zumindest, was den Umgang mit Kundendaten und die Einhaltung von Datenschutzrichtlinien betrifft. Zu dieser unschönen Erkenntnis kam die Stiftung Warentest zuletzt, als sie die Datenschutzerklärungen 16 bekannter Internetfirmen unter die Lupe nahm. Teils mit besonders erschreckenden Ergebnissen.

 

Für viele Leute steht fest:  Die Mutter oder der Ehepartner kennt einen selbst am besten. Das möchte man meinen, doch diese Erkenntnis fängt man allerdings schon bald an zu hinterfragen, wenn man sich die Datenschutzerklärung von Spotify durchliest. Der Musik-Streaming-Dienst räumt sich bei genauerem Lesen nämlich so viele Rechte ein, dass man ihnen eigentlich auch gleich das eigene Tagebuch geben könnte. Sie behalten sich zum Beispiel vor, deine Daten auch mal nach Brasilien oder Singapur verschieben zu können, wo es dann mit Datenschutzgesetzen nicht so richtig gut bestellt ist, um nicht zu sagen lasch. Weiterhin erlaubt sich der schwedische Konzern sogar zu erfassen, ob man gerade still sitzt oder rennt.

 

Wem das noch nicht genug ist, der darf gerne einen Blick auf die Datenschutzerklärung des Online-Versandhändlers otto.de werfen. Hier wird der Kunde in einem über 130 Wörter beinhaltenden Satz darüber informiert, dass seine Daten evtl. auch von zu Amazon gehörenden Unternehmen, wie Alexa Internet mitverarbeitet werden könnten.

 

Es besteht also noch erheblicher Nachholbedarf bei nahezu allen Internetfirmen. Wenn ihr schon unsere Daten speichert, dann möchte ich zumindest im Klartext darüber informiert werden – wer noch?

 

Ach übrigens – Falls euch das Thema insgesamt interessiert, solltet ihr euch auch unbedingt diesen Beitrag von mir zu Gemüte führen.

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